Die Bewohner des ersten Bezirks müssen offenbar zum alten Mittel des chinesischen Wandplakats zurückkehren. Vielleicht gelingt es so, die verantwortlichen Stadtpolitiker von ihrem Winterschlaf aufzuwecken und dazu zu bringen, den Neuen Markt von einem Baustellen-Dauerabstellplatz wieder zu einem der schönsten Plätze Wiens zu machen.
Alle Anrainer des Neuen Marktes erhalten dieser Tage per Post von uns ein Plakat zugesendet, mit dem sie die Möglichkeit haben, mit „Ja“ oder „Nein“ zu bestimmten Vorschlägen für die Platzgestaltung Stellung zu nehmen. Jeder kann es dann an geeigneten Stellen aufhängen: Im Hausflur, im Kaffeehaus oder “beim Prada ums Eck”.
Einen Finanzierungsvorschlag haben wir auch: Von den ca 100 Mio Euro, die die Stadtpolitik jährlich für die meist ebenso sinn- wie schamlose Eigenwerbung ausgibt, 2 Mio für die Oberflächengestaltung abzweigen und damit uns Bewohnern und den vielen Besuchern unseren schönen Innenstadtplatz zurück geben!
Empfehlung Citybus Linienführung
Die BürgerInnen des Ersten haben sich allerhand überlegt, wie man die City-Bus Linien vernüftig gestalten könnte. Dank und Respekt vor so viel Engagement.
Jetzt ist das Bezirksparlament am Zug: Siehe unseren Antrag.

In der Bezirksvertretungssitzung vom 24.11.2011 haben wir unabhängige Bürger dieses Bezirks unsere erste echte Machtpolitik-Lektion lernen müssen: Wir im Ersten haben (mit zwei anderen Fraktionen) beantragt, dass die Bezirksvertretung eine gemeinsame Position zur Führung der drei Citybus-Linien ausarbeitet und der Stadt und den Wiener Linien zur Umsetzung empfiehlt. VPSP haben das kalt abgelehnt…
Die Bürgerversammlung zum Thema Citybusse am 23.11.2011 hat mit überwältigender Mehrheit gezeigt, dass die Menschen im Ersten das Citybus-Netz ausgedehnt und verbessert haben wollen, jedenfalls aber nicht reduziert und zerstückelt.
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Dem Ersten wieder zu einer kleinteiligeren und Wienerischen Geschäftestruktur verhelfen - nicht nur mehr und mehr Allerweltsketten.
Es geht uns um die Unverwechselbarkeit Wiens. Dass Mode- und Geschäftsketten, die es in jeder größeren Stadt der Welt gibt, auch verstärkt in Wien Einzug halten, ist nicht zu verhindern und wohl ein “Megatrend”. Aber muß deshalb das spezifisch Wienerische, das Kleinteilge und Charakteristische, das den Ersten auch ausmacht (oder einmal ausmachte), deswegen verschwinden und alles dem Kommerz-Diktat unterworfen werden? Es geht uns nicht um eine künstlich geschaffene Nostalgie oder um museale Strukturen – im Gegenteil. Mehr…